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Der Schönheit verfallen

Diese Gemälde wollen gefallen und auffallen. Sie locken, verführen, reizen – wie der Blütenkelch eine nektarsüchtige Hummel. Allein man darf sich von der vordergründigen Floristik dieser Malerei und ihrem gelegentlichen Zug ins Dekorative nicht irreführen lassen.

Theresa Aklin mag wohl von einer entfalteten Rose ausgehen oder von einer Engelstrompetenblüte im Stadium beginnender Welke. Doch ihre Malerei will mehr sein als Abbildung, Zierde, Schmuck. Sie will Hingabe. «Man soll in meine Bilder hineinschlüpfen», sagt Theresa, «darin herumkriechen, sich darin umtun, bewegen.» Deshalb der mikroskopische Gigantismus ihrer Werke, der den Betrachter zum insektenkleinen Winzling schrumpfen und ihn faszinierende Szenerien und Perspektiven erblicken lässt wie Gebirge und Abgründe, feurige Sonnenuntergänge, einen Wirbel ekstatischer Derwische – oder den stillen sandigen Uferstreifen, worauf der Ozean einen schaumigen Saum zurückgelassen.

Braucht man noch auszusprechen, wie unbefangen schön diese Bilder sind? Schön ohne Theorie. Schön ohne zeitgenössisches Naserümpfen. Theresa Aklin entdeckt das Schöne noch in der welken Blüte, die sie zufällig von der Erde aufliest, um sie – vielleicht – zum Ausgangspunkt ihres nächsten Werkes zu machen.

Patrick Frei

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